Rückenschmerzen im Winter vermeiden: Tipps für Bewegung & Alltag

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Datum:
September 22, 2025
Autor:
Dr. Serola

Der Winter kann eine wunderschöne, aber auch anstrengende Jahreszeit sein – glitzernde Schneelandschaften, festliche Vorfreude und die lang ersehnte Gelegenheit, Wintersportarten wie Skifahren oder Eislaufen zu genießen. Doch die Hektik der Saison und die kalten Temperaturen können Spannungen in unseren Gelenken und Knochen verstärken. Vom Schneeschaufeln über das Anbringen von Weihnachtsdekoration bis hin zu aktiven Freizeitbeschäftigungen wird das Iliosakralgelenk (ISG) besonders beansprucht – was bei vielen Menschen zu Beschwerden und insbesondere zu Schmerzen im unteren Rücken führen kann.

Schneeschaufeln aktiviert das Iliosakralgelenk

Schneeräumen ist eine körperlich fordernde Aufgabe – unabhängig vom Alter. Da wir nie genau wissen, wie viel Schnee in einem Winter fällt und welche Dichte er hat, ist es schwierig, die langfristige Belastung für unseren Körper einzuschätzen.

Was passiert im Körper bei jeder Schneeschaufel-Bewegung?

Zunächst wird die Körpermitte (Core) bei jeder Bewegung wie Bücken, Heben oder Drehen aktiviert.

  • Beim Bücken neigt sich das Kreuzbein (Sacrum) nach vorne, weg von den Beckenknochen (Ilium).

  • Beim Heben drückt das Gewicht nach unten, wodurch das Kreuzbein sich nach unten und vorne bewegt.

  • Beim Drehen rotiert eine Seite des Kreuzbeins nach vorne.

Wenn diese drei Bewegungen mit einer schweren Schneeladung kombiniert werden, kann das Iliosakralgelenk überlastet werden. Die stabilisierenden Bänder geraten unter Spannung – als Folge verspannen sich die Muskeln im Rücken, Becken und den oberen Beinen. Übermäßige Belastung führt zu Bandüberdehnungen, Muskelverhärtungen und Schmerzen.

Was hilft?

  • Schneemassen lieber schieben statt heben.

  • Beim Bücken die Hüfte und Knie beugen, nicht den unteren Rücken.

  • Beim Schneeräumen den Serola ISG-Gurt tragen – er unterstützt die Bänder wie ein externes Band und schützt die Körpermitte, damit sich die Muskulatur nicht verkrampft und Schmerzen entstehen.

Weihnachtsdekoration mit Nebenwirkungen

So schön die Dekoration zur Festzeit auch ist – das Heben schwerer Kisten, Umstellen von Möbeln oder ständiges Strecken und Drehen beim Anbringen von Schmuck belastet ebenfalls Muskeln und Gelenke.

Ein klassisches Beispiel:

Beim Strecken über Kopf spannt sich die Muskulatur von den Händen bis zum Rumpf. Dabei entsteht Zug auf die Bänder des Iliosakralgelenks. Wie bei anderen Gelenken auch, kann übermäßige Spannung dazu führen, dass das Gelenk instabil wird – besonders gefährlich auf der Leiter beim Aufhängen von Weihnachtslichtern.

Da viele Menschen eine gewisse Instabilität der ISG-Bänder haben, sind Rücken- und Armmuskeln oft unbewusst verspannt, um das Becken zu stabilisieren. Beim Rückwärtslehnen und gleichzeitigen Ausstrecken der Arme entsteht zusätzlicher Stress – über die Muskulatur wird dieser direkt auf die schwachen Bänder übertragen. In einer ungünstigen Haltung kann so die Stabilität des Rumpfes plötzlich nachgeben.

Warum der Serola Gurt hilft:

Er stabilisiert den Core, unterstützt die Muskeln in ihrer Funktion und beugt Verletzungen und Überlastung bei körperlicher Aktivität vor – egal ob bei der Dekoration oder im Alltag.

Reisen mit Rückenbeschwerden

Der Dezember ist traditionell Reisezeit. Laut der American Automobile Association war die Zahl der Reisenden zu Weihnachten im letzten Jahr so hoch wie nie zuvor. Ob mit Auto, Bus oder Flugzeug – langes Sitzen ist eine häufige Ursache für Rückenschmerzen, vor allem bei Menschen mit chronischen Beschwerden oder nach frischen Verletzungen.

Doch warum ist Sitzen so problematisch?

Das ISG ist ein flaches Gelenk. Solche Gelenke sind stabil, wenn die Belastung senkrecht zur Gelenkfläche wirkt – und instabil, wenn die Kraft entlang des Gelenks zieht (Scherkräfte).

Beim Stehen fließt die Kraft von den Beinen über die Hüften und Beckenknochen in einem nahezu senkrechten Winkel in das Kreuzbein – das ISG bleibt stabil.

Beim Sitzen hingegen werden die Beine entlastet, und das Gewicht wird direkt über die Sitzbeinhöcker (Ischium) nach oben geleitet – es entstehen Scherkräfte, die das ISG destabilisieren.

Die Folge: Die Muskulatur im Rücken, Becken und den Oberschenkeln spannt sich an, um Stabilität zu gewährleisten. Erschütterungen auf der Straße führen zu Mikrotraumata, die sich summieren und mit der Zeit zu Schmerzen führen können.

Die Lösung: Der Serola ISG-Gurt kann auf Reisen helfen, die Gelenkflächen stabil zu halten und die Scherbelastung zu verringern – für eine ruhigere, schmerzfreiere Fahrt.

Der Winter bringt nicht nur Kälte, sondern auch potenzielle Belastungen für das Iliosakralgelenk mit sich – ob beim Sport, bei der Arbeit im Schnee oder auf Reisen. Wer vorbereitet ist und seinen Rücken gezielt schützt, kann viele Beschwerden vermeiden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Therapeuten, um die besten Strategien für den Umgang mit Rückenschmerzen in der kalten Jahreszeit zu finden.

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