Chiropraktische Behandlungen sind zwar sehr wirksam in ihrer unmittelbaren Ausrichtung und Entlastung der Gelenke, aber ein kurzer, schneller Griff reicht nicht aus, um die Flüssigkeit aus der Höhle des Iliosakralgelenkes zu entfernen. Trotzdem verschafft eine Behandlung beträchtliche Linderung, weil sie die verletzten Bänder enorm entlastet.
Muskelstärkungsprogramme durch Physiotherapeuten und Rehabilitationsspezialisten sind ebenfalls sehr geeignet für die Behandlung von instabilen Iliosakralgelenken. Bei richtiger Anwendung können Muskelstärkungs- und Dehnungsübungen die Körperstruktur neu ausrichten und die Gelenke entlasten.
Allerdings können Muskeln alleine das Iliosakralgelenk nicht genügend komprimieren, um die überschüssige Flüssigkeit abzubauen, sodass die Läsion bestehen bleibt.
Durch Injektionen wie zum Beispiel in der Prolotherapie wird ein Reizmittel in den Gelenkraum oder die umliegenden Bänder eingespritzt. Dies hat zum Ziel, zusätzliches Narbengewebe zu erzeugen, das die Bänder bei ihrer Funktion des Zusammenhaltens des Iliosakralgelenkes unterstützen soll. Wenn die überschüssige Flüssigkeit jedoch nicht entfernt wird, hält eine solche Methode das Iliosakralgelenk nur in der auseinandergedrückten Form zusammen.
Eine Blockierung der Kategorie 2 ist die einzige Methode, mit der die richtige Druckmenge, Ausrichtung und Zeitspanne zur Anwendung kommen, damit der gewichttragende Teil des Iliosakralgelenkes wirksam komprimiert, die überschüssige Flüssigkeit permanent abgebaut, die Bänder wieder in die Gelenkflächen integriert, ein Muskelgleichgewicht hergestellt und die Gelenkfunktion wieder auf ein normales Ausmaß zurückgeführt werden kann. Wenn sie richtig ausgeführt wird, hat sie eine Stärkung der Muskeln unmittelbar nach Behandlung zur Folge.