Wie bei anderen Gelenken ist das Iliosakralgelenk stabiler gegen Kräfte, die im rechten Winkel darauf einwirken. Das Iliosakralgelenk ist fast senkrecht, sodass eine horizontal einwirkende Kraft die stabilisierendste Wirkung hat. Wenn Sie stehen, überträgt sich die Kraft vom Boden herauf durch die Beine, macht eine kleine Kurve am Hals des Oberschenkelknochens und erreicht die Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) in einem Winkel von ungefähr 45° zur Oberfläche des Iliosakralgelenks. Die Bewegungen der Muskeln des Oberschenkels und des Beckens verändern dann die Kraft auf eine fast waagrechte, rechtwinklig zum Iliosakralgelenk wirkende Ebene und erhöhen so die Stabilität. In sitzender Haltung werden die Beine jedoch aus dieser Gleichung entfernt, und das gesamte Gewicht des oberen Körpers überträgt sich auf das Ischium (Sitzbein). Dadurch wechselt die Krafteinwirkung von waagrecht auf senkrecht und wirkt deshalb destabilisierend auf das Iliosakralgelenk. Dementsprechend kann Sitzen als repetitive Handlung erachtet werden, die die Bänder des Iliosakralgelenkes wiederholt und über die gesamte Lebensdauer eines Menschen belastet. Mit der Zeit können Haarrisse entstehen, die eine Schonhaltung auslösen, die sich als Anspannung und Schmerz manifestiert. Aus diesem Grund kann das Tragen des Iliosakralgürtels von Serola zur Entlastung des Iliosakralgelenks beitragen und das Wohlbefinden verbessern.